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Kreuzfahrt Grossbritannien mit Island


Wenn das Meer die Sonne küsst, der Wind deine Nase umgarnt und dein Blick über den Ozean in Richtung Horizont hin schweift, dann ist es so weit. Du bist angekommen. Schöne Worte unserer Kreuzfahrt-Spezialistin Claudia Sprecher.

Mit dem Schiff in den Norden. Über Schottland nach Island, und via Färöer-Inseln über Orkney wieder zurück nach Deutschland ging unsere Route mit der Mein Schiff 4 von TUI Cruises. Eine Route, die es genau so im 2017 nur 1x gab und die deshalb sehr begehrt war. Das Schiff war mit 2736 Passagieren komplett ausgebucht.



Wir hatten wieder eine Familienkabine Aussen A gebucht, zuvorderst mit grossen Fenstern gleich unterhalb der Brücke. Unsere Lieblingskabine dieser Kategorie ist die 9000, da sie von der Aufteilung her einfach genial ist. Fast wie 3 separate Zimmer.




Die Kinder haben ihren eigenen Bereich, und ein begehbarer Kleiderschrank sowie viele Stauraummöglichkeiten überzeugten uns aufs Neue. Nur das Badezimmer dürfte etwas grösser sein, aber das ist verschmerzbar.




Die Sicht ist atemberaubend.

Unser 1. Stop war Invergordon in Schottland. Invergordon selber ist ein kleines Städtchen. Viel läuft dort nicht, ein paar Läden, eine imposante Kathedrale und schöne Hausmalereien. Das wars aber auch schon.




Ein Ausflug lohnt sich sehr, entweder über das Schiff gebucht oder selbst organisiert. Am Ausgang stehen die Scotland Taxi Tours, eine empfehlenswerte Firma. Ein Taxi mit Chauffeur kostet bis 4 Personen GBP 40.- pro Stunde.




Wir haben Dornoch und die Falls of Shin besichtigt, wo wir Lachse springen sahen. Ein eindrückliches Schauspiel, auch für die Kinder.




Nach Invergordon kamen 2 Seetage über die Nordsee in Richtung Akureyri, im Norden Islands. Genug Zeit also, das Schiff zu entdecken.




Baden, eine Spa-Behandlung, ein Fotoshooting machen, Lektorenvorträge hören, an die Bar sitzen, Essen, das Theater (z.B. Tante Valetti) oder das Klanghaus besuchen, Konzerte hören, shoppen, in der Arena Fussball etc. spielen, Mittagsschlaf halten… es gäbe vieles, das man machen könnte.




Alles haben wir natürlich nicht geschafft. Aber es war erholsam.




Die Einfahrt nach Akureyri war traumhaft. Durch den Fjord Eyjafjörður fuhren wir, vorbei an Blauwalen, in den Hafen ein. Wir buchten einen Ausflug zum Goðafoss-Wasserfall, mit ca. 16m Breite sehr imposant, und der Region um den Myvatn-See.




Hier lasse ich die Bilder sprechen. Unsere Begleitung, Anna Richardsdottir, ist in Akureyri aufgewachsen und hat in Deutschland Kunst studiert. Sie kann deshalb, und weil ihr Mann Deutscher ist, sehr gut deutsch. Sie ist ein Unikat. Unser erster Eindruck war, dass sie die Pippi Langstrumpf von Island ist. Ihre Worte waren direkt, persönlich und sehr erfrischend. Wir hätten uns keine bessere Reiseleiterin vorstellen können.

Wir fuhren weiter nach Reykjavik.

Leider war nach Ankunft in Reykjavik das Wetter sehr schlecht. Regen, Wind, Sturmwarnung. Meine Familie wollte nicht raus, ich schon.

Ich wagte mich alleine vom Schiff und in die Stadt. Nach 2 Minuten draussen war mein Bein schon nass, aber zum Glück hielt meine Winterjacke dicht. Die Stadt war dafür fast leer.


Am nächsten Morgen galt es, früh aufzustehen. Um 7 Uhr war Abfahrt ins Thermalfreibad bei Grindavik, zur Blauen Lagune Bláa Lónið.



Das Bad darin soll gut für die Haut sein und bei gewissen Hautkrankheiten unterstützend wirken. Ich habe davon nichts gespürt, aber vielleicht reicht 1x baden nicht aus. Für die Haare ist das mineral- und schwefelhaltige Wasser eher schädlich – der Friseur auf dem Schiff war danach sehr gefragt.Am Nachmittag des 2. Tages war das Wetter in Reykjavik deutlich freundlicher. Wir entdeckten nochmals die Stadt und shoppten ein wenig. In Reykjavik haben wir auch unsere erste vegane- und glutenfreie Crèpe gegessen und sie war sogar fein! Danke Eldur & Is.



Da wir eher früh wieder zurück waren, genossen wir noch ein wenig das Schiff, bevor die Reise weiter Richtung Süden und die Färöer-Inseln ging.Leider war der Tag sehr neblig, am Morgen sah man nur eine weisse Wand vor einem. Zum Glück hatten wir unseren Ausflug am Nachmittag geplant. Auf den Färöern kann es am gleichen Tag etliche Male Wetteränderungen geben. Am Nachmittag fuhren wir dann durch den Nebel auf die Insel Vagar.

Die Insel, auf welcher auch der internationale Flughafen der Färöer liegt, ist vielseitig. Die Sandavags Kirkja, 1917 erst erbaut, ist wunderschön und so ganz anders als die Kirchen, die wir kennen. Im Kirchenschiff hängt ein Segelschiff. Dies, um die Männer zu ehren, die jeden Tag mit ihren Schiffen draussen auf der stürmischen See waren und um nicht zu vergessen, dass die Färöer auch der Fischerei vieles verdanken. In der Kirche ist auch ein Stein, der im Dorf gefunden wurde und mit der Sprache der Runen versehen ist, aufgestellt.

Die Insel selbst besteht unter anderem aus einer Küstenstrasse, die Aussicht auf Inseln, das Meer und Schiffe bietet sowie eine imposante Küste mit grün bewachsenen Hügeln sein Eigen nennt.

Charakteristisch für die Färöer sind auch die Schafe, von welchen es deutlich mehr gibt als Einwohner, und die Häuser mit den Grasdächern.

Nach einem weiteren Tag ging es weiter auf die Orkney-Inseln. Da wir uns nicht wirklich entscheiden konnten, was wir machen sollen, blieben wir in Kirkwall.

Das war eine gute Entscheidung. Das Wetter war traumhaft, die Stadt hübsch, es gab einen gratis Shuttle und der Empfang am Hafen war mit „High 5“ auch toll für die Kinder. Es lohnt sich, Knitwear (Schals, Taschen, Decken…) oder Orkney-Shortbread zu kaufen.

Wir sind noch immer beeindruckt ob der Bildgewalt unserer Reise. Die Natur war auf dieser Route etwas vom Eindrücklichsten, was wir bisher gesehen haben. So richtig zum träumen. Auch wenn das Wetter nicht immer schön und warm war, war es dennoch eine Reise, die uns in ihren Bann gezogen hat.

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